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Württ. Philharmonie Reutlingen
Vadim Gluzman
Zwei Epochen, ein Drama: Leonard Bernstein verdichtet in der Ouvertüre zur "West Side Story" die Energie der New Yorker Straßen zu einem pulsierenden Klangbild – und übersetzt Shakespeares "Romeo und Julia" in die Welt der US-amerikanischen 1950er Jahre. Konflikt, Leidenschaft und Jugendkultur treffen hier auf zeitlose Tragik. Auch Sergej Prokofjews Ballettmusik zu "Romeo und Julia" erzählt diese Geschichte in scharf konturierten musikalischen Bildern. Aus den Suiten Nr. 1 und
2 stammen einige der bekanntesten Szenen, darunter der bedrohlich schreitende "Tanz der Ritter" sowie die berühmte Balkonszene – Musik zwischen zarter Innigkeit und eruptiver Zuspitzung.
Peter Tschaikowskys Violinkonzert, 1878 in einer persönlichen Krisenzeit
entstanden, ergänzt dieses Panorama um eine ganz eigene Form des musikalischen Dramas. Zwischen überschäumender Virtuosität und lyrischer Intimität entfaltet sich ein Werk von großer emotionaler Unmittelbarkeit. Solist ist Vadim Gluzman, geprägt von der russisch-jüdischen Geigentradition und international gefragt auf den großen Konzertpodien. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung rühmte ihn als Künstler, der "immer mit gestochen klarem Ton und starker Technik" spiele. Gemeinsam mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen unter Ariane Matiakh gestaltet er ein Programm, das unterschiedliche Facetten von Drama, Leidenschaft und Ausdruckskraft eindrucksvoll bündelt.