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Stuttgarter Philharmoniker
Konstantin Lifschitz
Beethoven-Tage der Stuttgarter Philharmoniker Ludwigsburg – Stuttgart
Zum Abschluss der Beethoven-Tage der Stuttgarter Philharmoniker Ludwigsburg – Stuttgart steht noch einmal der Wiener Klassiker im Zentrum. Sein drittes Klavierkonzert findet in Konstantin Lifschitz einen idealen Interpreten. Der international gefragte Pianist überzeugt durch Klarheit und klangliche Schönheit. Zwei Werke rahmen das Konzert, die über die Jahrhunderte hinweg miteinander korrespondieren. Arnold Schönbergs "Ein Überlebender aus Warschau" op. 46 führt
mitten hinein in die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts: Ein Erzähler berichtet von einer Razzia im Warschauer Ghetto, von Angst, Verwirrung und brutaler Willkür der Soldaten, bis sich im Moment äußerster Bedrohung ein Akt des Widerstands ereignet – das gemeinsame Anstimmen des jüdischen Glaubensbekenntnisses.
Auch Beethovens Musik zu Goethes "Egmont" erzählt von Unterdrückung
und Aufbegehren. Der Freiheitskämpfer widersetzt sich der Besatzung und wird zum Märtyrer einer Idee. Dominique Horwitz übernimmt die Sprecherrolle, Christina Landshamer ist als Clärchen zu erleben.
Unter der Leitung von Fabian Enders entsteht so ein eindringlicher Schlusspunkt des Festivals.