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Stuttgarter Philharmoniker
Josef Špacek
Vom Tiber an die Themse: Nach ihrem Italien-Programm im Januar reisen die Stuttgarter Philharmoniker nun nach Großbritannien – mit Musik, die eng mit der Hauptstadt London verbunden ist. Zur Ankunft am Bahnhof, pardon: zu Beginn des Konzerts erklingt Malcolm Arnolds "Railway Fanfare", komponiert anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Eisenbahn im Vereinigten Königreich. Von dort geht es weiter in die (heute nicht mehr bestehende) Queen´s Hall. Edward Elgars Violinkonzert, 1910 für Fritz Kreisler komponiert und von ihm dort uraufgeführt, feierte unter Leitung des Komponisten einen überwältigenden Erfolg. Mit seiner ungewöhnlichen Länge und den hohen technischen Anforderungen gilt es bis heute
als Prüfstein des Repertoires. Josef Špacek, ehemaliger Konzertmeister der Tschechischen Philharmonie und heute international gefragter Solist, bringt dafür Erfahrung aus den großen Konzertsälen Europas und der USA mit.
Weiter führt die Reise in den westlichen Londoner Stadtteil Hammersmith. Für dessen Mädchenschule komponierte Gustav Holst 1913 seine "St. Paul´s Suite", die barocke Formen mit britischer Volksmusik verbindet. Am Hanover Square schließlich löste Joseph Haydns Sinfonie Nr. 93 im Jahr 1791 "bei Ausführenden wie Zuhörenden enthusiastische Leidenschaft" aus. Die Aufführung legte den Grundstein für die große Haydn- Begeisterung, die dem Wiener Klassiker in England zuteilwurde. Leiter dieses musikalischen London-Spaziergangs ist der Dirigent Sylvain Cambreling, dem hiesigen Publikum aus seiner Zeit als Generalmusikdirektor der Staatsoper bestens bekannt.