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Stuttgarter Philharmoniker
und Ragna Schirmer
Als "eine der klügsten, umsichtigsten und tatkräftigsten Künstlerinnen unseres Landes" würdigt die FAZ die Pianistin Ragna Schirmer. Neben ihren künstlerischen Erfolgen engagiert sie sich auch pädagogisch und kulturpolitisch. Besonders gerühmt wird sie für ihre Liebe zum Detail auf der Suche nach verborgenen historischen und zeitgenössischen Bezügen. Tatsächlich könnte das Abschlusskonzert der Beethoven-Tage der Stuttgarter Philharmoniker programmatisch kaum feiner gesponnen sein. Der Spätromantiker Franz Schmidt bezieht sich in seinen "Concertanten Variationen" auf ein Thema aus Ludwig van Beethovens vor Zukunftshoffnung geradezu überquellender "Frühlingssonate".
Eine Hoffnungs-Oper ist auch Beethovens "Fidelio": die Prophezeiung humaner Zustände, verwirklicht durch die Befreiungstat einer liebenden Frau. Denn Fidelio heißt in Wahrheit Leonore, die sich als Mann verkleidet hat, um ihren Gatten aus den Klauen des Tyrannen zu retten. Aus ihrer weiblichen Perspektive erzählt Elena Langers Orchesterparaphrase "Leonora’s Dream" Beethovens revolutionären Traum von Freiheit, bevor die Stuttgarter Philharmoniker unter Andrey Boreyko mit seiner siebten Sinfonie in einen kollektiven Freudentaumel ausbrechen.