Hessisches Staatsballett © Erik Berg

Universum Tanz

Hessisches Staatsballett

Corps de Walk

Choreografie: Sharon Eyal

Die israelische Erfolgschoreografin Sharon Eyal nimmt sich in ihrem Corps de Walk die großen Gruppenszenen des klassischen Balletts vor, die sogenannten "weißen Akte", und transportiert sie auf den Dancefloor eines Techno-Clubs.

Seit vielen Jahren reißen sich Tanzkompanien um die Stücke von Sharon Eyal, mit ihrem eigenwilligen Stil und den pulsierenden Technorhythmen ist sie zu einer unverwechselbaren Marke geworden. "Corps de Walk" stammt aus der Zeit vor ihrem internationalen Durchbruch und entstand 2011 in Norwegen. Bruno Heynderickx, heute Direktor des Hessischen Staatsballetts, leitete damals die zeitgenössische Kompanie Carte Blanche und gab das Werk bei Eyal in Auftrag. Jetzt holte er dieses Spiel mit der Macht der Masse in die Staatstheater nach Wiesbaden und Darmstadt, wo seine Kompanie residiert.

Die israelische Erfolgschoreografin strich das "Ballett" aus dem "Corps de ballet" und fügte dafür den "Walk" ein: "Ich nenne es so, weil ich überzeugt bin, dass Gehen die neue Tanzform ist", sagte sie damals. Gemeinsam mit ihrem Partner Gai Behar und ihrem ständigen Komponisten Ori Lichtik nimmt sich Eyal die großen Gruppenszenen des klassischen Balletts vor, die sogenannten "weißen Akte", und transportiert sie auf den Dancefloor eines Techno-Clubs. In hautähnlichen Ganzkörpertrikots, ergänzt durch weiß gefärbte Haare und Gesichter und sogar weiße Kontaktlinsen, sehen die Tänzer wie Aliens oder Maschinenmenschen aus, wirken eher wie Replikanten oder fremdgesteuerte Schaufensterpuppen – Assoziationen, die Eyal ganz bewusst anstrebt. Bei aller Entmenschlichung zeitigen die Bilder eine hypnotische, sich immer weiter steigernde Wirkung.

Künstler

Gai Behar (Kostüm)

Ori Lichtik (DJ und Sounddesign)

Alon Cohen (Licht)

Programm

Corps de Walk

Jetzt Mitglied werden und Vorteile sichern!