Gaechinger Cantorey © Martin Förster

Gaechinger Cantorey

DRESDNER BAROCK

Werke von Heinichen und Zelenka

Johann Sebastian Bach liebte Dresden. Er besuchte das Opernhaus, spielte auf den Silber-mann-Orgeln und bewunderte die Hofkapelle. Gelebt hat er aber in Leipzig. Das verdross ihn bisweilen, denn die Stadträte dort waren knauserig. Sie sollten mal „nach Dreßden ge-hen und sehen, wie daselbst von Königlicher Majestät die Musici salariret“, also: entlohnt werden, schimpfte der Leipziger Musikdirektor. Der Glanz des sächsischen Barock ist noch heute sprichwörtlich. August der Starke und sein Sohn scheuten keine Kosten und Mühen, um die Residenz prachtvoll auszustatten und vor allem die berühmtesten Sängerinnen und Sänger, Instrumentalisten und Komponisten nach Elbflorenz zu holen.

 

Hofkapellmeister in Dresden war damals Johann David Heinichen, der italienische Starsän-ger wie Senesino und Berselli für glanzvolle Opernaufführungen an die Elbe holte. Nicht minder berühmt war der Kirchenkomponist Jan Dismas Zelenka. Ironische Fügung der Geschichte: Heute stehen sie beide im Schatten des großen Bach. Welch herrliche Musik der Dresdner Hof seinerzeit genießen durfte, ist in diesem außergewöhnlichen Konzert mit der Gaechinger Cantorey unter Leitung von Hans-Christoph Rademann zu hören.

Künstler

Hans-Christoph Rademann (Leitung), Elisabeth Breuer (Sopran I), Anja Scherg (Sopran II), Elvira Bill (Alt), Georg Poplutz (Tenor), Jonas Müller (Bass)

Programm

Johann David Heinichen: Missa Nr. 9 D-Dur

Jan Dismas Zelenka: Miserere c-Moll ZWV 57

Jan Dismas Zelenka: Te Deum a due cori ZWV 146

 

 

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