Theater © Isabela Harbur istockphoto.com

Weiße Nächte

Fjodor Dostojewski

„Weisse Nächte“ ist eine Geschichte über die Einsamkeit und den Versuch, sich an einem anderen festzuhalten, wenn man in sich selbst keinen Halt findet. Über die Liebe als Rettungsring, der einen über Wasser hält, aber auch in die Ferne tragen kann... Die Figuren balancieren auf der Grenze zwischen Licht und Schatten, Hoffnung und Verzweiflung, zwischen dem, was ewig zu sein scheint, und dem, was nur einen einzigen Augenblick währt. Das seelische Drama des Einzelnen wird zum Mikrokosmos gesellschaftlicher Konflikte. Nach fast 200 Jahren, wirkt das Stück top aktuell - die moderne Vereinsamung, obwohl Social Media Nähe verspricht - liefert algorithmische Einsamkeit. Es zeigt das Digitalzeitalter-Dilemma: die Sehnsucht sichtbar machen, ohne eine echte Begegnung zu ermöglichen.

 

Der Autor, Fjodor Dostojewski, der ungekrönte König der psychologischen Prosa, veröffentlicht Weiße Nächte 1848 als eine literarische Kurzgeschichtensymphonie in vier Sätzen: vier Nächte und ein Morgen. Mit gerade einmal wenigen Tausend Wörtern wirft er uns in das glitzernde, fast unwirklich scheinende Petersburg der Sommernächte mit einer Ladung ungesagter Emotionen. Doch hinter diesem poetischen Schimmer lauert eine erbarmungslose Analyse menschlicher Sehnsucht und Einsamkeit.

 

1848 markierte in Europa eine Zeitenwende: Revolutionen, Ideen von Freiheit und demokratischer Selbstbestimmung waberten durch Städte wie Petersburg. Dostojewski, frisch aus politischer Haft entlassen, beobachtet diese Umbrüche mit skeptischem Blick. Während seine Zeitgenossen nach Kollektivlösung rufen, richtet er den Scheinwerfer auf das Individuum.

Termine

 
Wann
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Fr. 06. Nov 2026 - 19:30 Uhr
Theater am Olgaeck
 
Wann
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Sa. 05. Dez 2026 - 19:30 Uhr
Theater am Olgaeck
 
Wann
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So. 06. Dez 2026 - 19:30 Uhr
Theater am Olgaeck
 
Wann
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Fr. 29. Jan 2027 - 19:30 Uhr
Theater am Olgaeck
 
Wann
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Sa. 30. Jan 2027 - 19:30 Uhr
Theater am Olgaeck
Künstler

Nelly Eichhorn (Regie)

Mit Mariella Brichta und Doron von Kolzenberg

 

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