SWR Vokalensemble © Klaus Mellenthin

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SWR Vokalensemble

KONZERT FÜR CHOR

Werke von Bortniansky, Vedel und Schnittke

„Konzert für Chor“, schon der Titel evoziert Kathedralen aus Klang, wenn kontrastierende Chöre miteinander konzertieren. Hierzulande war es eine Gattung der Barockzeit: Giovanni Gabrieli hat sie in Italien berühmt gemacht, Michael Praetorius und Heinrich Schütz haben sie als geistliche Konzerte im deutschsprachigen Raum weiterentwickelt. In der russischen Kirchenmusik erlebte diese Gattung ihre erste Blüte dagegen in der Klassik mit Dimitri Bortniansky, Artem Vedel und Maxim Berezowsky. Wobei – eigentlich waren die drei Ukrainer. Und das hört man insbesondere der Musik von Artem Vedel an, denn er hat typisch ukrainische Vokaltechniken, Melodien und Wendungen in seiner Kirchenmusik verarbeitet. Vielleicht wurde sie auch genau

darum verboten und 200 Jahre unter Verschluss gehalten. Dimitri Bortniansky dagegen machte Karriere am Zarenhof und wurde zu einem der Väter der russischen Kirchenmusik. Auf ihn wird sich Alfred Schnittke daher bezogen haben, als er 1986 auf Texte eines armenischen Mönches aus dem Mittelalter zurückgreift und diese Gattung als Konzert für Chor wieder neu belebt. Archaische Ruhe verströmt diese Musik, die mit monumentalen Akkorden und prachtvoller Klangfülle innere Räume öffnet.

Künstler

Yuval Weinberg (Leitung)

Programm

Dimitri Bortniansky: Geistliches Konzert für Chor Nr. 32

Artem Vedel: Geistliches Konzert für Chor Nr. 21

Alfred Schnittke: Konzert für Chor

 

 

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