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SWR Symphonieorchester

Werke von Kurtág und Bruckner

 

Gnadenlos sortiert der junge Mann aus, was seinen strengen Kriterien nicht standhalt. Noch vor dem offiziellen Opus 1, kurz vor dem Diplom in Komposition, schreibt György Kurtág ein Violakonzert. Von den zwei Sätzen lasst er nur den ersten gelten. Kurtág vor Kurtág: Das klingt durchaus noch spätromantisch, aber modern, mit einer unverwechselbaren ungarischen Farbe empfunden, die das Erbe von Bartok austragt. Es gibt für die Bratsche nicht eben viele Konzertstücke. Dieses frühe Meisterwerk hatte Chancen, ins Repertoire einzugehen. Man musste es einfach nur öfter zu hören bekommen. Im Kontrast dazu ein Hauptwerk, ein monumentaler Kraftakt. Anton Bruckners fünfte Sinfonie ist ein Gebirgsmassiv der Gattung, das zu besteigen Ausdauer verlangt. Die Unerbittlichkeit, mit der Bruckner hier sein Ideal verfolgte, gleicht möglicherweise der Strenge, mit der Kurtag seine Arbeit beaufsichtigt.

Termine

 
Wann
Wo
1521
Do. 19. Mär 2020 - 20:00 Uhr
Beethoven-Saal / KKL
Einführung 19.00 Uhr
Künstler

Edo de Waart (Leitung), Paul Pesthy (Viola)

Programm

György Kurtág: Movement für Viola und Orchester

Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur (Fassung von Leopold Nowak)

 

 

Änderungen vorbehalten. Die aktuell bekannten Angaben veröffentlichen wir unter www.kulturgemeinschaft.de und im Konzertkalender unserer Monatszeitung KULTUR.

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