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Stuttgarter Kammerorchester
Götterfunken
"Da hatte Caroline Unger den guten Gedanken, den Meister (…) umzuwenden und ihn auf die Beifallsrufe des Hüte und Tücher schwenkenden Auditoriums aufmerksam zu machen." Über Beethoven bei der Wiener Uraufführung 1824
Ob Beethoven, taub und vereinsamt, am Schluss der Neunten tatsächlich von der jungen Sopranistin in Richtung Publikum gedreht wurde, damit er den Jubel, unter dem das Kärtnertortheater erbebte, wenigstens sehen konnte? Vielleicht eher eine Legende. Aber diese Schlüsselszene fängt das Überwältigende der Sinfonie vom ersten bis zum letzten Ton, den "Mythos Beethoven", gut ein. Beethovens Neunte mit Schillers "Ode an die Freude", der in Klang gegossene Glaube an die Humanität, wird selbst zum Mythos, weil Idee und Musik zusammen etwas noch Größeres zum Ausdruck bringen, weil der allmächtige Komponist den Bogen vom Chaos bis zum Sublimen spannt und weil die universale Botschaft unmittelbar und überall auf der Welt verstanden wird. Chefdirigent Thomas Zehetmair und das SKO eröffnen die Spielzeit 2026/27 mit dem Superlativ der Klassik als Teil des "Beethoven-Projekts", der Aufführung und Einspielung aller Sinfonien. Mit dabei sind hochkarätige Solistenstimmen sowie der Kammerchor figure humaine, die die Freude, den "schönen Götterfunken", im Beethovensaal der Liederhalle gesanglich zum Strahlen bringen.
Besonderer Dank gilt der Wolfgang Carl Friedrich Grosse & Renate Elly Wald-Stiftung, die das "Beethoven-Projekt" großzügig und exklusiv unterstützt.