Stella
Cäcilie und Fernando sind verheiratet und haben eine Tochter, Lucie – Mutter, Vater, Kind. Doch Fernando verlässt seine Familie für Stella, mit der er eine neue Familie gründen möchte. Aber auch bei Stella kommt der Rastlose nicht zur Ruhe, auch
von ihr zieht es ihn wieder fort. Stella leidet unendlich unter diesem Verlust und lebt fortan in der Vergangenheit. Ausgerechnet bei Stella findet Cäcilie für Lucie eine Arbeit als Hausangestellte, die ihnen aus ihren prekären Verhältnissen helfen soll. Mittlerweile treibt Fernando die Sehnsucht und sein schlechtes Gewissen zu Stella zurück. Die heftige Euphorie des Wiedersehens wird durch die unerwartete Begegnung mit seiner Ehefrau und seiner Tochter konterkariert. Fernando sieht
sich nun mit drei Frauen konfrontiert, die klare Entscheidungen von ihm fordern ...
In ihrer Neubearbeitung von Johann Wolfgang von Goethes 1776 uraufgeführtem Liebesdrama „Stella“ hebt Regisseurin Amina Gusner die Zeitlosigkeit des Stoffes hervor: Auf Grundlage des Originaltexts, aber auch unter Ergänzung heutiger
Stimmen setzt sie sich mit zeitgenössischen Geschlechterrollen und aktuellen Liebes- und Beziehungsmodellen auseinander. Ihre hintersinnige Inszenierung feierte im Januar 2022 anden Hamburger Kammerspielen Premiere und wurde von Publikum wie Kritik begeistert aufgenommen.
In der Titelrolle glänzt die namhafte Theater- und TV-Schauspielerin Anna Schäfer, bekannt aus Fernsehserien wie „Knallerfrauen“ und „Bonusfamilie“. In Fellbach stellte sie bereits im April 2022 als Katja in der Filmadaption „Aus dem Nichts“ ihre
Klasse unter Beweis. Den Fernando gibt der versierte deutschspanische Theaterschauspieler Mario Ramos.
„So geht Goethe heute“, schreibt die Presse. „Regisseurin Amina Gusner hat in ihrer Fassung ,Stella‘ ... entstaubt und auch humorvoll aktualisiert.