Station Paradiso © Ulrike Theusner, Courtesy of Galeria EIGEN + ART, Leipzig Berlin

Station Paradiso

Eine Mixtape-Oper entlang der ehemaligen Europastraße 5

Sara Glojnaric, Libretto von Tanja Sljivar

Welche Klänge rufen in uns Heimatgefühle hervor? Mit welcher Musik verbinden wir die Orte, an denen wir unser Leben gelebt haben? Kann eine herausgekramte LP-Hülle, eine Kassettenbox, eine alternde CD auch über Länder und Generationen hinweg Erinnerungen zum Leben erwecken? Mit solchen Fragen im Gepäck startete die kroatische Komponistin Sara Glojnaric vor zwei Jahren ein „Soundarchiv der Zukunft“ als Materialsammlung für ihre Komposition. In persönlichen Gesprächen und Hörsessions mit Menschen, die sich im Stuttgarter Raum seit den 50er Jahren angesiedelt haben, legt sie seither längst vergessene Erinnerungen frei und entwirft ein generationsübergreifendes Songbook der Stadt: „Ich möchte dort ansetzen, wo die Geschichtsbücher aufhören – um die Geschichte in all ihrer Pracht, ihrem Humor und ihrer Realness mitzuerzählen. Aus dem Blickwinkel einer Insiderin, die dieses ganz besondere Gefühl eines emotionalen Spagats zwischen dem, was wir Heimat nennen, und dem, wo wir uns jetzt befinden, versteht.“

 

Im Team mit der bosnischen Schriftstellerin Tanja Šljivar und der Regisseurin Anika Rutkofsky verwebt Glojnaric diese Einwanderungsgeschichten voller Nostalgie und Träume, Tragödien und Komik, Rituale und Sprachenvielfalt zu einer poetisch-surrealen Mixtape-Oper. Gemeinsam nehmen sie uns mit auf eine Art Roadtrip entlang der ehemaligen Europastraße 5, die als nächtlich abgefahrene Transitroute eine Brücke zwischen den kulturellen Identitäten Deutschlands und Südosteuropas bildet und gleichzeitig die Sehnsucht nach Zugehörigkeit symbolisiert. Eine Oper über die zeitlos utopische Kraft der Musik als kulturelles Gedächtnis. Eine Oper über Stuttgart und aus Stuttgart heraus, komponiert für Staatsorchester und Ensemble der Staatsoper, darunter Goran Juric und Diana Haller, deren persönliche musikalische Erinnerungen an den Weg nach Stuttgart als Flashbacks auf der Bühne erlebbar sein werden.

 

In bosnischer, kroatischer, serbischer, italienischer, griechischer, türkischer und deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung ab Klasse 8

Termine

 
Wann
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Do. 14. Mai 2026 - 15:00 Uhr
Staatstheater Opernhaus
45 Minuten vor Vorstellungsbeginn Einführung im Foyer I. Rang
 
Wann
Wo
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So. 17. Mai 2026 - 18:00 Uhr
Staatstheater Opernhaus
45 Minuten vor Vorstellungsbeginn Einführung im Foyer I. Rang
 
Wann
Wo
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So. 24. Mai 2026 - 18:00 Uhr
Staatstheater Opernhaus
45 Minuten vor Vorstellungsbeginn Einführung im Foyer I. Rang
 
Wann
Wo
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Mo. 01. Jun 2026 - 19:30 Uhr
Staatstheater Opernhaus
45 Minuten vor Vorstellungsbeginn Einführung im Foyer I. Rang
 
Wann
Wo
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Sa. 06. Jun 2026 - 19:00 Uhr
Staatstheater Opernhaus
45 Minuten vor Vorstellungsbeginn Einführung im Foyer I. Rang
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Künstler

Musikalische Leitung: Peter Rundel

Regie: Anika Rutkofsky

Bühne: Christina Schmitt

Mit: Goran Juric, Andrew Bogard, Diana Haller u.a.

Staatsorchester Stuttgart

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