Konzert-Abo
Staatsorchester Stuttgart
7. Sinfoniekonzert
Mit Claude Debussys impressionistischem Meisterwerk "Prélude à l’après-midi d’un faune", das die flüchtigen Bilder von tanzenden Nymphen in flimmernder Sommerluft aus Stéphane Mallarmés Gedicht über den Nachmittag eines Fauns einfängt, debütiert der aufstrebende portugiesische Dirigent Miguel Sepúlveda beim Staatsorchester Stuttgart. Ein Zentrum der künstlerischen Elite in Paris, zu der auch Debussy gehörte, war der Salon des Komponisten Ernest Chausson. Sein spätromantischer Liedzyklus "Poème de l’amour et de la mer" zu Gedichten seines Freundes Maurice Bouchor über den Verlust einer großen Liebe erklingt in diesem Konzert mit der Sopranistin Natasha Te Rupe-Wilson, Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart. Der zarte Duft des Flieders und das Glitzern des weiten Meeres, in denen sich die Liebe des lyrischen Ichs widerspiegelt, werden mit Chaussons leuchtender Orchestrierung klanglich erlebbar. Farbenreich sind auch die "Sinfonischen Tänze" des russischen Komponisten Sergej Rachmaninow. In diesem letzten Werk, geschrieben 1940 im amerikanischen Exil, scheint Rachmaninow mit Zitaten aus seinen früheren Werken auf sein Leben zurückzublicken und sich von der Welt zu verabschieden.