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Staatsorchester Stuttgart
4. Sinfoniekonzert
Der gebürtige Australier Brett Dean, ehemaliger Bratscher der Berliner Philharmoniker, erlangte seit den 1990er Jahren zunehmend internationales Ansehen als Komponist und zählt heute zu den meistgespielten Stimmen der Gegenwart. Sein Bratschenkonzert, welches er mit renommierten Orchestern weltweit aufgeführt hat, führt ihn in dieser Spielzeit zum Staatsorchester Stuttgart. Mit schwebenden Kantilenen, von Vogelrufen inspirierten, filigranen Klängen sowie dramatischen und virtuosen Ausbrüchen offenbart sich der facettenreiche Charakter dieses selten solistisch zu hörenden Streichinstruments. Deans Violakonzert trifft unter der Leitung von Generalmusikdirektor Nicholas Carter auf die feierliche und monumentale Neunte Sinfonie des Österreichers Anton Bruckner. Ein geheimnisvoller "Urnebel" zu Beginn, ein an einen Totentanz erinnerndes Scherzo mit traumartig dahinhuschenden Passagen, ein weltabgewandter Gesang der Tuben sowie die für Bruckner so charakteristischen überwältigenden Steigerungswellen kennzeichnen dieses Werk, das der schwerkranke Komponist am Ende seines Lebens "dem lieben Gott" widmete und das letztendlich unvollendet blieb.