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Staatsorchester Stuttgart
3. Sinfoniekonzert
Mit der "Eroica" revolutionierte Ludwig van Beethoven die Gattung der Sinfonie. Ihre Dimensionen und Beethovens eigenwilliger Umgang mit der Form sprengten den üblichen Rahmen. Entstanden unter dem Eindruck der Französischen Revolution, wollte Beethoven seine Sinfonie Napoleon Bonaparte widmen. Als dieser sich jedoch selbst zum Kaiser gekrönt hatte, zerriss er rasend vor Wut das Titelblatt. Die Selbstkrönung empfand er als Verrat an den freiheitlichen Idealen, denen er mit seiner "Eroica" ein eindrucksvolles Denkmal setzte. Unter der Leitung von Markus Stenz erklingt auch das Cellokonzert von Antonín Dvorák. Eigentlich stand der tschechische Komponist dem tiefen Streichinstrument skeptisch gegenüber. Dass er dann ein solches Meisterwerk von romantischer Schönheit komponierte, lag an dem inspirierenden Cellokonzert seines amerikanischen Kollegen Victor Herbert, den er während seines Aufenthalts in New York kennengelernt hatte. In Amerika erreichte Dvorák auch die traurige Nachricht, dass seine Jugendliebe, seine Schwägerin Josefína Kounicová, im Sterben lag. Zutiefst erschüttert ließ er in sein Cellokonzert Josefínas Lieblingslied einfließen – das von ihm komponierte "Lasst mich allein in meinen Träumen". Interpretiert wird der Solopart von Alban Gerhardt, einem der vielseitigsten Künstler der Gegenwart.