Sophie

von Roos Ouwehand

Ein Bilderbogen, der in zwölf Stationen ein Leben zeigt und von Sophies Liebe erzählt. Mal banal, mal komisch, mal schmerzlich, aber immer außergewöhnlich.

Eine Frau, ein Zimmer, ein Leben. Im Alter von acht Jahren schmiedet Sophie in ihrem Kinderzimmer mit ihrem Freund Daniel Zukunftspläne: Kinder auf keinen Fall, aber mindestens fünf Hunde und ein neuer Name, Kim wäre zum Beispiel ein cooler Name!

Achtzig Jahre später, wieder in diesem Zimmer, träumt Sophie, die immer noch Sophie heißt, von ihrer Mutter, die sie tröstet, von ihrem Vater, der ihr zeigt, was das Wesen der Zeit ist, und von ihrem Sohn, mit dem sie das Weltall betrachtet. Und von Daniel, der sich zu ihr setzt und ihre Hand hält. Dazwischen läuft ein ganzes Leben ab – und eine Familiengeschichte. In zwölf unspektakulären, aber typischen Stationen entfaltet sich so ein ganzes Leben, das um dieses Zimmer kreist, das erst Kinderzimmer ist, dann Jugendzimmer, schließlich Besuchszimmer und das Sterbezimmer ihrer Mutter. Sophie erbt das Haus, sie erbt das Zimmer, das für sie nun auch das Zimmer ihrer Mutter ist.

Ein Bilderbogen, der ein Leben zeigt, mal banal, mal komisch, mal schmerzlich und der immer wieder von der Liebe zwischen diesen Menschen erzählt, die manchmal nicht genug ist und manchmal so stark ist, dass sie ein Leben aufrichtet.

„Sophie“ ist außergewöhnlich in der Beschreibung des gewöhnlichen Lebens. Wir begegnen einer Frau, die das Leben sammelt, bis es sich in ihr anreichert und sie gehen kann: Ein Menschenleben, das sich an anderen reibt, ohne zerrieben zu werden.

Roos Ouwehand wurde 1968 in Leidschendam, Niederlande, geboren. Sie ist Schauspielerin und Drehbuchautorin und verfasste zahlreiche Kolumnen. Nach der Schauspielausbildung schloss sie sich der Toneelgroep Amsterdam an. Bekannt wurde sie durch zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen. 2009 publizierte sie ein Buch über den Schauspieler Joop Admiraal. Roos Ouwehand lebt in Amsterdam. Ihr Debütfilm „Doris“ kam im September 2018 ins Kino, die Dreharbeiten zu ihrem zweiten Film „Mi Vida“ fanden im April 2018 statt.

 

Spieldauer: 2 Std. 10 Min. (Inklusive Pause)

Sophie
Sophie
Künstler

Dieter Nelle (Inszenierung)

Mit: Britta Scheerer, Gundi-Anna Schick u.a.

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