Kunst-Abo
Rolf Gutbrod. Nicht nur die Liederhalle
Bauten im Stadtzentrum
Architekturführung: Prof. Dr. Klaus Jan Philipp
Als Stuttgart noch in Trümmern lag, baute Rolf Gutbrod farbenfrohe und leichte Häuser in den Ruinen. Mit rot-weiß gestreiften Markisen präsentierte sich das LOBA-Haus von 1948. Die gleichzeitig entstandenen Wohnhäuser an der Moserstraße überraschen mit großen Balkonen und spielerischen Details. Zehn Jahre später wandelte sich die Formensprache Gutbrods zu eher repräsentativen Bauten. Das Hahn-Hochhaus an der Friedrichstraße (1966) und die Württembergische Bank (1968) auf dem Kleinen Schlossplatz sind sowohl Zeugnisse der Boom-Jahre als auch von Gutbrods Kunst, große Häuser in Bewegung zu setzen.