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Paul Celan trifft Friedrich Hölderlin ...
... in Tübingen
Themenführung: Reinhard Geib
Als Paul Celan 1952 bei einem seiner ersten Besuche im Nachkriegsdeutschland in Stuttgart aus dem Zug stieg, kam er aus Paris – in Wahrheit jedoch aus einer »versunkenen Heimat«. Er suchte und fand sie nur noch in der Sprache seiner Lyrik. Die tiefe Verbundenheit mit Friedrich Hölderlin, der im »Tübinger Turm« Zuflucht gefunden hatte und dort die 2. Hälfte seines Lebens verbrachte, war Anlass wiederholter Besuche Celans in Tübingen. Unmittelbaren Ausdruck findet sie in dem 1961 verfassten Gedicht »Tübingen, Jänner«. Unser Rundgang auf den Spuren beider Dichter führt von der Neuen Aula durch die Altstadt zum Hölderlinturm.