Magic Maids
Sounddesign: Soraya Bonaventure
Produzent*innen: Katja Armknecht, Anne Kleiner
Produktionsleitung: Greta Katharina Klein
Magic Maids verwebt rituelle Darbietung, Prunk und Besessenheit. Eine wilde Beschwörung, die den Zusammenhang zwischen der Geschichte der europäischen Hexenverfolgung und der anhaltenden Ausbeutung weiblicher Arbeitskraft in der heutigen globalen Kette der Pflegearbeit von Migrant*innen entmystifiziert. Beide weiblichen Figuren, „die Hexe“ und „die Magd“, sind Teil derselben Matrix – mächtig und machtlos, gefürchtet und verehrt, benutzt, beschuldigt und weggeworfen. Die Tropen sind nicht nur Gerüchte und Geschichte, sondern tief in der heutigen Psyche verwurzelt. Die internationalen Künstlerinnen Eisa Jocson und Venuri Perera haben Geschichten von migrantischen Hausangestellten aus dem sogenannten Globalen Süden gesammelt, deren Echos nun ihre Körper verfolgen. In der Arbeit wird das Haushaltsreinigungsgerät sowie das Fortbewegungsmittel der Hexe – der Besen – zu einer Erweiterung ihres Körpers, zu einer Achse, die Unterdrückung in monströsen feministischen Widerstand verwandelt. Das Besenduo tanzt, um das domestizierte Weibliche wieder zu verwildern, und vollführt ein Ritual des Ungehorsams, das die vorherrschende Erzählung, in der wir leben, demontiert.