Madama Butterfly
Japanische Tragödie in drei Aufzügen
Die junge Japanerin Cio-Cio San, genannt Butterfly, hat sich von ihrer eigenen Kultur entfremdet und sieht in der Heirat mit dem US-Marineoffizier B.F. Pinkerton eine Chance auf eine neue, amerikanische Identität. Pinkerton sucht allerdings nur das erotische Abenteuer und lässt sie kurz darauf schwanger und mittellos sitzen. Erst nach drei Jahren kehrt er zurück, aber nur, um mit seiner amerikanischen Frau Kate das Kind in die USA zu holen. Cio-Cio San nimmt sich aus Verzweiflung das Leben.
„Der kraftstrotzende Druck der Hand von Amerika, in freundlichem Geist angeboten, aber mit einer Energie ausgestreckt, die sowohl zuschlagen als auch umarmen konnte, erschütterte die Isolation der Japaner und machte sie sensibel für die Beziehung mit dem Rest der Welt“, erinnerte sich Kapitän M. C. Perry, Kommandant der US-Kampfflotte, die Japan 1853 zur Öffnung seiner Häfen und zum Handel mit Amerika zwang. Puccini war nie in Japan. Aber seine „japanische Tragödie“ über die Geisha Cio-Cio San, die aus Liebe zum Navy Officer Pinkerton mit ihren Traditionen bricht und den „American Way of Life“ einschlägt, um dann schwanger sitzen gelassen zu werden, ist ein berührendes Zeugnis der gewaltsamen Folgen einseitigen Kulturtransfers. Generalmusikdirektor Cornelius Meister übernimmt die Musikalische Leitung der Wiederaufnahme von Puccinis bewegendem Meisterwerk.
In italienischer Sprache
Altersempfehlung ab Klasse 8