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Kampf der Freskanten
Die Wandbilder der Stuttgarter Markthalle
Themenführung: Dr. Carla Heussler
An der Stuttgarter Markthalle, erbaut 1911-1914 von Martin Elsässer, schufen Franz Heinrich Gref, Protegé von Theodor Fischer, und Wilhelm Nida-Rümelin mehrere Wandbilder. Für beide Maler war es der letzte große Auftrag vor dem Ersten Weltkrieg. Sie waren anlässlich eines Wettbewerbs ausgewählt worden, doch während der Ausführung der Fresken kam es zu einem Konflikt zwischen den beiden Künstlern, der Stoff für eine öffentliche Diskussion bot. Gerade der Kunsthistoriker Dr. Hans Otto Schaller, Leiter der Kunstabteilung des Kunsthauses Schaller, kritisierte Gref als zu dekorativ und lobte Nida-Rümelin, den er für den besseren Maler hielt.