Theater © Isabela Harbur istockphoto.com

Die Dreigroschenoper

von Bertolt Brecht, Musik von Kurt Weill

nterweltgröße Macheath, genannt Mackie Messer, verfügt über wahrhaft gute Kontakte zu seinem alten Kriegskameraden und amtierenden Polizeichef Brown. Daher bleiben er und sein Clan trotz zahlreicher Verbrechen im Kessel der Großstadt weiterhin auf freiem Fuß. Auch privat könnte es für den „Gentlemanganoven“ nicht besser laufen. Hals über Kopf hat er sich mit Polly Peachum vermählt. Sie ist nicht nur seine neuste Eroberung, sondern auch die Tochter des legendären Bettlerkönigs Jonathan Jeremiah Peachum, Besitzer der Firma „Bettlers Freund“. Mackie will das traditionelle Geschäftsimperium der neuen Schwiegereltern klammheimlich an sich reißen. Seine sexuelle Freizügigkeit samt Lügenkonstrukt bringen ihn jedoch zu Fall und schlussendlich vor ein Gericht. Kann die Justiz im Gerichtsverfahren Macheaths lustvollem Spiel mit Varianten menschlicher Niedertracht (Korruption, Vetternwirtschaft, Kriegstreibereien, Profitgier, Betrug, Verrat und Mord) Einhalt gebieten? Oder hängen nicht vielmehr alle in der Stadt irgendwie in der Sache mit drin?

 

Ungezügelte Leidenschaft & True Crime: Die Dreigroschenoper. Mit provozierender, sinnlicher und simpler Kraft glückte dem anarchistischen Trio und wohl ersten Theaterkollektiv des 20. Jahrhunderts Brecht, Hauptmann und Weill 1928 am Theater am Schiffbauerdamm ein Überraschungscoup. Kurt Weill sampelte für seine Komposition u. a. Elemente des Jazz mit Tanz- und Jahrmarktsmusik und erfand musikalische Parodien auf die europäische Opern- und Operettentradition. Weills musikalische Klangfülle und Experimentierfreudigkeit erweiterte Brechts krude und widersprüchliche Geschichte samt seinen sinnlich-lebendigen Typen. Elisabeth Hauptmann wiederum ist es zu verdanken, dass Die Dreigroschenoper ihren Weg auf die Bühne fand.

Termine

 
Wann
Wo
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Sa. 16. Mai 2026 - 19:30 Uhr
Staatstheater Schauspielhaus
18.45 Uhr Einführung im Unteren Foyer Schauspielhaus sowie Nachgespräch
 
Wann
Wo
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Mo. 08. Jun 2026 - 19:30 Uhr
Staatstheater Schauspielhaus
 
Wann
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Di. 14. Jul 2026 - 19:30 Uhr
Staatstheater Schauspielhaus
Künstler

Viktor Bodò (Inszenierung), Klaus von Heydenaber (Musikalische Leitung), Zita Schnábel (Bühne), Katja Prussas, Anna Veress (Dramaturgie)

mit Klaus Rodewald, Marietta Meguid, Josephine Köhler, Felix Jordan, Julia Grafflage, Peer Oscar Musinowski u.a.

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