Amphitryon © Nelly Eichhorn

Der Doppelgegner und sein Amphitryon

Heinrich von Kleist

Der Feldherr Amphitryon muss feststellen, dass Jupiter seine Gestalt angenommen hat, um zum Liebhaber seiner Gattin Alkmene zu werden. Kleist zeigt ihne als Prototyp des seiner selbst unsicheren Menschen.

"Ist diese Hand mein? Diese Brust hier mein? Gehört das Bild mir, das der Spiegel strahlt?"

 

Was macht uns zu denen, die wir sind? Wem können wir vertrauen, wenn nicht uns selbst? Und was ist, wenn dieses Grundvertrauen plötzlich infrage gestellt wird?

 

Noch nie zuvor war Identität so komisch wie in Heinrich von Kleists Komödie Amphitryon. Von ihm selbst bescheiden als Lustspiel nach Molière bezeichnet, leistet Kleists 1807 im Druck erschienenes Stück den Transfer der bereits von Plautus und Molière bearbeiteten Verwechslungsthematik in die Moderne: Der Feldherr Amphitryon, der aus dem Krieg zurückkehrt und feststellen muss, dass Jupiter seine Gestalt angenommen hat, um zum Liebhaber seiner Gattin Alkmene zu werden, wird durch Kleist zum Prototyp des seiner selbst unsicheren Menschen.

 

Kleists großer Theatercoup besteht darin, dass er die daraus resultierenden Befindlichkeiten, Irrtümer und Missgeschicke in komödiantischem Rahmen durchspielt. So bietet sich Amphitryon an, die aktuellen Fragen von Identität auf den Zahn zu fühlen: Wo sind wir "echt" und wo bestehen wir aus Zuschreibungen und Beobachtungen? Ist Identität künstlich reproduzierbar - oder gar künstlerisch?

Termine

 
Wann
Wo
----
Sa. 28. Mär 2026 - 19:30 Uhr
Theater am Olgaeck
 
Wann
Wo
----
So. 29. Mär 2026 - 19:30 Uhr
Theater am Olgaeck
 
Wann
Wo
----
Sa. 16. Mai 2026 - 19:30 Uhr
Theater am Olgaeck
 
Wann
Wo
----
Fr. 22. Mai 2026 - 19:30 Uhr
Theater am Olgaeck
 
Wann
Wo
----
Sa. 23. Mai 2026 - 19:30 Uhr
Theater am Olgaeck
Künstler

Regie: Nelly Eichhorn

Mit Angelo Serdar-Basar, Andrea Rudolph, Stefan Vitelariu

 

Jetzt Mitglied werden und Vorteile sichern!