Brassed Off
Mit Pauken und Trompeten
Die Zeche soll geschlossen werden, doch die Brass-Band gibt nicht auf: Zukunftsängste, Familienstreit und Liebeswirren ergeben dabei eine explosive Mischung.
Anfang der 1990er Jahre wird die junge Gloria in ihre Heimatstadt nach Nordengland geschickt um die Wirtschaftlichkeit einer Kohlenzeche zu untersuchen. Sie beginnt in der Blaskapelle der Bergleute mitzuspielen. Doch wegen der sich abzeichnenden Arbeitslosigkeit ist dort die Stimmung schlecht. Nur Dirigent Danny zeigt sich kämpferisch. Er will den Traum, mit seinen Musikern ins Halbfinale des landesweiten Orchester-Wettbewerbs zu kommen, nicht aufgeben.
Die Frauen der Bergarbeiter schließen sich zum Protest zusammen. Doch in den Familien bestimmen immer mehr Existenzsorgen den Alltag. Die Kapelle verliert an Bedeutung und – Bergmannsehre hin oder her – die angebotene dicke Abfindung klingt für manchen Kumpel verlockend. Freundschaften, gefestigt durch hunderte gemeinsamer Grubengänge, geraten ins Wanken. Zukunftsängste, Familienstreitigkeiten und Liebesverwirrungen vermengen sich zu einer explosiven Mischung. Am Ende kommt es – mit Pauken und Trompeten – zum großen Finale in der Londoner Royal Albert Hall.
Die ursprünglich englische Tragikomödie nach dem Film von Mark Herman aus dem Jahr 1996 in der Theaterfassung von Paul Allen thematisiert Stellenabbau und Strukturkrise im Bergbau mit einem feinen Gespür für Situationskomik und Humor. Vor allem aber macht die Blaskapelle das Stück zu einem Theatererlebnis voller musikalischer Energie!