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5. Kammerkonzert Staatsorchester Stuttgart
Aus Tschechien in die Welt
Mit einem Gefühl überwältigenden Glücks kehrte Antonín Dvorák nach drei Jahren als Direktor des Konservatoriums in New York 1895 in seine Heimat Tschechien zurück. Unmittelbar danach entstand das Streichquartett G-Dur, das von slawischer Klanglichkeit geprägt ist. Während Dvorák das Angebot des Konservatoriums in die USA gelockt hatte, trieb Jan Novák die politische Lage der Tschechoslowakei im Jahr 1968 ins Ausland. Nachdem er sich in Neu-Ulm niedergelassen hatte, komponierte er sein Werk "Marsyas", das jenen übermütigen Satyr der griechischen Mythologie beschreibt, der die Doppelflöte der Athene fand und Apollo herausforderte. Ebenfalls fern der Heimat komponierte Bohuslav Martinu 1930 sein Septett "Les rondes", das von tschechischer Folklore inspiriert ist. Eröffnet wird das Konzert mit einem Marsch von Leoš Janácek, mit dem der Komponist an seine Zeit als Mitglied der Choristen am Brünner Kloster zurückdenkt, die den Spitznamen "Blaukehlchen" trugen.