Josefin Feiler © Matthias Baus

Konzert-Abo

4. Kammerkonzert der Oper Stuttgart

Erinnern und vergessen

Werke von Enescu, Gubaidulina, Ullmann, Laks, Kurtág, Gardel und Piazolla

Wenn es um Kindheit geht, ist Erinnerung oft Konstrukt der Gegenwart und historisches Dokument zugleich. In Enescus "Impressions d´enfance" verschwimmen immer wieder kindliche und erwachsene Idiome ineinander. Weit über das eigene Leben hinaus reicht Gubaidulinas Erinnerung an die mittelalterliche Hoquetus-Technik, die aus Melodiebruchstücken organische Linien macht. Zwischen erinnern- und vergessen wollen bewegen sich Viktor Ullmann und Szymon Laks: Ullmann 1939, kurz vor der Deportation nach Auschwitz, in einem arglosen Schweizer Volkslied; Laks 1945 in seiner ersten Komposition nach der Rückkehr aus Ausschwitz, die polnische Volkslieder erinnert. In ewiger Wiederkehr kann Erinnerung, wie sie Gardels Volver besingt, so bitter wie süß schmecken. Erlösung utopisch: Das Vergessen, das Tangokönig Piazolla in "Oblivion" beschwört, mag Erinnerungsschmerzen betäuben, aber nicht heilen.

Künstler

Mit Musikerinnen und Musikern des Staatsorchesters Stuttgart, Josefin Feiler (Sopran)

Programm

George Enescu: Impressions d´enfance

Sofia Gubaidulina: Quasi Hoquetus

Viktor Ullmann: "Die arme Seele" aus Geistliche Lieder op. 20

Szymon Laks: 3. Streichquartett: II. Poco lento, sostenuto

György Kurtág: S. K. Remembrance Noise op. 12

Carlos Gardel: Volver

Astor Piazolla: Oblivion

 

 

Änderungen vorbehalten. Das aktuell bekannte Programm veröffentlichen wir unter www.kulturgemeinschaft.de und im Konzertkalender unserer Monatszeitung KULTUR.

Jetzt Mitglied werden und Vorteile sichern!