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2. Kammerkonzert Staatsorchester Stuttgart
Begegnung
Von Dmitri Schostakowitsch habe sie gelernt, sie selbst zu sein, sagte die 1931 im tatarischen Tschistopol geborene Sofia Gubaidulina, die zu den bedeutendsten Stimmen zeitgenössischer Musik zählt. Bestärkt von ihrem großen Vorbild, verfolgte sie ihren Weg als Komponistin, auf dem sie aufgrund ihrer Unangepasstheit in Schwierigkeiten mit der Obrigkeit geriet. 1992 emigrierte sie aus der Sowjetunion nach Deutschland, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahr 2025 lebte. Ihre Musik, welche von einer facettenreichen Polystilistik und einer tiefen Spiritualität gekennzeichnet ist, begegnet in diesem Konzert Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 2, in das der Komponist 1944 nicht nur seine Trauer über den Tod seines Freundes Iwan Sollertinski einfließen ließ, sondern auch das Elend der Kriegszeit. Den Abschluss des Konzerts bildet Gubaidulinas atmosphärisches Stück "Silenzio", in dem das Bajan, eine Form des Akkordeons, an die tatarische Heimat der Komponistin erinnert.